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Schaf statt Design

Schaf statt Design – Schäferin Patricia Sachau

Der Beitrag „Die Nordstory – Bock auf Schafe, vom Schreibtisch auf die Weide“ portraitiert über 59 Minuten die Grafikdesignerin Patricia Sachau. Sie ist seit drei Jahren Schäferin in Ostholstein. Der Film startet Ende Mai, zur Lammzeit. Mit ihren 400 Muttertieren hat Patricia Zwölfstunden-Arbeitstage. Das und die desolate Situation der Schäfereibetriebe in Deutschland haben sie nicht davor geschreckt, den Beruf einzutauschen. Erfolgsrezept der Tochter eines Schäfers sind Einfallsreichtum bei der Vermarktung und Enthusiasmus.
Wir sagen: Zu sehen, wie sie Geburtshelferin, medizinische Erstversorgerin, fürsorgliche Tierpflegerin und Managerin ist, ist großartig und auch die Aspekte der Landschaftspflege durch Schäfereien kommen im Video nicht zu kurz.

Zum Video

Bild: NDR

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Da staunt Madame Tussaud

Liisa Hietanen

Ihr kennt Madame Tussauds in London oder andere Wachsfigurenkabinette (z.B. das Panoptikum in Hamburg)? Liisa Hietanen kennt ihr aber wahrscheinlich nicht!

Die Finnin arbeitet aktuell an einer Serie namens „Villagers“. Bewohner ihres Heimatdorfs Hämeenkyrö stellt sie in gehäkelten und gestrickten Skulpturen dar. Sie trifft ihre Modell in alltäglichen Situationen, wählt sie intuitiv aus und lernt die abgebildeten Menschen oft erst im Laufe des Prozesses kennen.

Ihre handwerklichen Techniken versteht Liisa als Gegenkraft zum immer schneller werdenden Tempo in verschiedenen Lebensbereichen. Ihre Werte: Jedem Menschen ganz konkret zu begegnen, ihn wirklich zu sehen und ihn langsam kennenzulernen. Der Kontrast zu schnellen Aufregungen und dünnen Begegnungen in sozialen Medien ist ihr Thema. Hier gehts zu ihren Seiten.

Bild: Liisa Hietanen

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Schafbestand 2022 stabil

Wollkraut – Schafbestand

Mit Stichtag 3. November 2022 erhebt das Statistische Bundesamt (Destatis) die Zahlen zum Viehbestand in Deutschland. Demnach werden bei uns 1,5 Millionen Schafe gehalten.
Es gibt rund 600 Tiere weniger als im Vorjahr, was nicht ins Gewicht fällt. Im Zweijahresvergleich stieg der Bestand sogar um 23.800 Tiere, was 1,6 Prozent entspricht.
Zahlen zu den Schafbeständen werden von Destatis einmal im Jahr erhoben, zum Schweine- und Rinderbestand halbjährlich. 

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Demnächst ist Ostern!

Wollkraut – Wollmuetzchen

Hier wollen wir nicht darauf schimpfen, dass die Weihnachts-Naschereien im Supermarkt unmittelbar von Schokoladen-Ostereiern und -hasen abgelöst werden. Wir wollen nur daran erinnern: Wer bis 9. April liebe Menschen mit Selbstgesponnenem und -gestricktem versorgen will, sollte rechtzeitig anfangen!

Anne hat dazu einen Vorschlag: unser Wollmützen-Paket. Es enthält sechs 20 g-Päckchen mit Kammzug oder Vlies, je eine Anleitung zum Spinnen und Stricken sowie kurzer Rassebeschreibung. Die Rassen: Bluefaced Leicester, Steinschaf-Lamm, Polnische Merino, Walliser Schwarznase, Merino-Bergschaf, Shetland-Wolle

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Naturschutzprojekt neue Hirtenwege

Im Film „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ der Reihe Expedition in die Heimat des SWR trifft Anna Lena Dörr Wanderschäfer, Naturschützer und jede Menge Schafe inmitten großartiger Landschaften. Der Titel ist einem 2018 gestarteten Naturschutzprojekt im Biosphärenreservat Pfälzerwald entliehen.
Das Großprojekt wird innerhalb des Bundesprogramms „chance.natur“ umgesetzt und widmet sich der Pflege schützenswerter Offenlandbiotope. Neue Triftwege sollen erschlossen beziehungsweise die aktuelle Bewirtschaftung durch Wanderschäferherden weiter optimiert werden. Die Grünlandstandorte im Pfälzerwald sind wichtige Lebensräume, zum Beispiel für seltene Tagfalter, Heuschrecken oder Bodenbrüter. Ohne Schafe würde sich Wald ausbreiten und die die seltenen, teilweise stark gefährdeten Arten würden verschwinden. Zudem transportieren Schafe unzählige Samen im Vlies und fördern damit die Vernetzung isoliert liegender Biotopflächen und Populationen.

Hier der Link  zum Video in der ARD-Mediathek

Bild: SWR/Expedition in die Heimat

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Amerikanische Projekt-Seite

Wer über ein wenig Englischkenntnisse verfügt, mag so kurz vor Weihnachten vielleicht mal bei Schacht-Spindel virtuell vorbeischauen. Hier machen wir keine Werbung für deren wunderschöne Spinnräder. Nein, unter https://schachtspindle.com/projects/ haben die Amerikaner nette kleine Projektideen – u. a. 282 in der Kategorie „Weaving“ (Weben), 76 unter „Spinning“ (Spinnen).

Anlassbezogen sind jetzt, kurz vor Weihnachten, mit dabei:  „3 Handmade Gift Wrapping Ideas“ (3 Ideen für handgemachte Geschenkverpackungen) oder „5 Last Minute Handmade Gifts to Make“ (5 handgefertigte Auf-den-letzten-Drücker-Geschenke zum Selbermachen).

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Neu: Dizz-Spinn-Schürze

Neulich schrieb chantimanou, dass sie „industrielle“ Kammzüge grundsätzlich nochmals mit einem Dizz per Hand vorzieht, bevor sie diese verspinnt. Das war für die Wollkraut-Macherin Anlass zu einer Idee: der funktionellen Schürze, die beim Spinnen die Hose schützt und den Dizz fest eingebaut hat.
Wer wie Anne auch gerne mit Handspindeln spinnt, kennt das Problem beim Verzwirnen: Die beiden Knäuel mit den Einzelfäden rollen gerne quer durchs Zimmer. Auch hier schafft die Schürze mit ihren zwei Ösen an der Tasche Abhilfe.
Die Anleitung zum Schneidern folgt am 17. November in Ausgabe 6.
Fertige Dizz-Schürzen stehen ab sofort in unserem Shop bereit.

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Was juckt an Strümpfen?

Wer strickt schon noch Kniestrümpfe aus Wolle? Der Grund, das Wolle kratzen könnte, ist wahrscheinlich der geringste! Ein neues Buch macht auf weit tiefgründigere Aspekte aufmerksam: „Verführerisch – Studien zur Konsumgeschichte des Strumpfes in Deutschland“, von Michaela Breil und Karl Borromäus Murr, erschienen im Verlag Friedrich Pustet. Die Beschreibung des Verlags:
„Strümpfe – für die einen lediglich ein funktionales Kleidungsstück, für die anderen jedoch ein textiles Accessoire, das hocherotisch aufgeladen ist. Vor allem am weiblichen Bein beflügeln Strümpfe seit Jahrhunderten die Fantasie der Betrachter – ein Umstand, den die Werbung im Zeitalter des Kapitalismus zu nutzen weiß. Die Kulturwissenschaft verortet Strümpfe im Spannungsfeld von Erotik und Moral, in dem die tiefere Dialektik von Verbergen und Zeigen wirksam ist. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge fragen nach Vertrieb, Marketing, Werbestrategien, Moden, Körper- und Geschlechterbildern, moralischen Tabus, literarischen Verarbeitungen und filmischen Thematisierungen dieses so attraktiven Kleidungsstücks und erlauben damit einen instruktiven Einblick in eine bis dato nur wenig erforschte deutsche Konsumgeschichte.“

Bild: Pustet Verlag

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Wolf und Wald contra Schaf und Kulturlandschaft

Nach der Alm- und Weidesaison ist die Ratlosigkeit und Verzweiflung bei unseren Nachbarn groß: Der Österreichische Bundesverband für Schafe und Ziegen (ÖBSZ) resümiert: „Der Sommer war geprägt von zahlreichen Wolfsangriffen … Insbesondere Tirol und Kärnten waren betroffen.“ Der Wiederansiedelung der Großraubtiere in Österreich stehe der Erhalt der einzigartigen (Kultur-)Landschaft entgegen. Immer mehr Tierhalter würden die Weiden oder Almen nicht mehr nutzen. „Vermehrt wird es zur Verwaldung und Verbuschung kommen, die Artenvielfalt bei Gräsern und Kräutern zurückgehen und auch die Gefahr von Lawinen- und Muren-Abgängen steigen“, warnt die ÖBSZ-Obfrau Evelyn Zarfl.

Bild: Caumasee/Wikimedia Commons

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Das war der Wollmarkt

Letztes Wochenende (8.+9.10.) fand der Wollmarkt in Vaterstetten nach zwei Jahren Corona-Pause wieder statt. Der Markt am äußeren Ostrand Münchens, ist Anziehungspunkt für Wollverrückte ebenso wie für Familienausflüge. Von den 130 Ausstellern ordnet der Wollkraut-Redakteur 22 Prozent zu den Wolle-Anbietern, 39 Prozent bieten Filzprodukte oder andere Bekleidungsstücke an und 14 Prozent versorgen die Besucher gastronomisch. „Wollkraut“ war unter den 25 Prozent der „anderen Aussteller“.

Die Veranstalter achteten auf ein abwechslungsreiches Angebot. So waren neben Gastronomie auch einige gemeinnützige Vereine und Institutionen sowie Angebote für Kinder zu finden. Mit dem zeitgleich stattfindenden Töpfermarkt auf dem Nachbargelände ergeben sich Synergieeffekte. Mit 15-16tausend Besuchern (rund 20 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung) sind die Veranstalter sehr zufrieden, ebenso die Aussteller. Wir berichten in der Winter-Ausgabe und zeigen dort ein paar Eindrücke. Das Bild hier zeigt die Reithalle.

Dieses Wochenende findet übrigens das Heidewollefest in Schneverdingen statt, bei dem „Wollkraut“ indirekt vertreten ist. Unsere Hefte sind am Merchandising-Stand des Veranstalters zu erstehen.