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Heidewollefest: „Große Klasse!“

Catrin Porsiel war auf dem Heidewollefest, das am 15. und 16. Oktober in Schneverdingen stattfand. Sie war begeistert. Das Treffen hat mit 31 Ausstellern, Workshop und rund 800 Besucherinnen wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Catrin schreibt:

Das Heidewollefest in Schneverdingen war ein Traum! Was habe ich nur all die Jahre gemacht, in denen ich nicht wusste, dass es Strickfestivals gibt? Nun voller Freude als Teilnehmerin dabei sein zu dürfen, habe ich sehr genossen.

Erfahren habe ich davon in Sulingen, wo im Sommer ein ebenfalls wunderbares Wollfest vom Stapel ging. So viel Harmonie, stilles Markttreiben und ruhige Betriebsamkeit kenne ich von den Kunsthandwerkermärkten nicht: Liegt es an den Veranstalterinnen, die mit so viel positiver Energie genau die richtigen Leute anziehen? Vermutlich, denn ich habe mich rundum wohlgefühlt, nicht zuletzt wegen der supernetten, leckeren Versorgung durch das kleine Café in der Halle des „Fun House“.

Und dann gab es viel zu lernen: Dass ein „Gansey“ ein traditioneller Pullover der irischen und schottischen Fischer ist, habe ich mit Staunen zur Kenntnis genommen. Er wird aus einem Stück und ohne Naht gefertigt. Und ich dachte erst, es sei vielleicht das schwedische Webmuster „Gänseauge“ – doch nein, weit gefehlt, und es ist auch kein Seemannsgarn von Käpt´n Blaubär.

Dass der Begriff „Schnucke“ von „schnuckeln“ herrührt, also etwas mit viel Anspruch und Genuss zu essen, wurde diskutiert und letztendlich von Wikipedia bestätigt. Wanderfreudige Tiere sind unsere Skudden, Heid- und Moorschnucken – im Dialekt der Heidjer einst Snikke oder Snukke genannt.

Dann fand ich meinen Favoriten: Der Welt schönstes Rosa, pflanzengefärbt in Soltau. Musste ich natürlich haben!

Veranstaltungsprofi Nora hatte keinen Stand, strickt auch nicht (mehr), doch ihre Mutti, Omi und die beiden Cousinen hatten einen Stand mit Wollkraut an Bord. Meinen vielen Fragen hielt sie gelassen stand: Das 5. Heide Wollfest war es und ja, vielleicht gibt es zukünftig sogar zwei davon pro Jahr. Der Norden braucht es! Tatsächlich hat Nora das erste Wollfest in Deutschlands Norden veranstaltet. Und ich fragte: „Wer sind die Schlumpis“? Das sind die zwei selbstgestrickten Bärchen ihrer Töchterchen – auch das war ein Spaß! Genau wie das Gewinnspiel: Es sollte das Gewicht einer riesigen Riesenkugel (hinterher etwas zerzaust) aus einem Kammzug geschätzt werden. Zum Vergleich hob ich meinen Hund hoch. Das brachte einige Leute auf die Idee, nach dem Gewicht des Tieres zu fragen: „Oh, sie sieht gar nicht wie acht Kilo aus!“. Hund Schokominza freute sich über den regen Zuspruch, dennoch war der Gewichtsvergleich völlig falsch: Nichts gewonnen, der Hund ist doppelt so schwer wie das Knäuel …

Da war auch ein Hexer. Vor dem brauchte man keine Angst zu haben. Ganz im Gegenteil: Ich finde, dass strickende Männer gar nicht genug beachtet, gelobt und fotografiert werden können. Gottfried selbst, der unter dem Namen „Hexer Goofy““ bekannt ist, fand es nicht so toll, denn sogleich wurde ich mit „jetzt habe ich mich verzählt“ gerügt.Bild: Andrea Markowitsch

Nur eines wundert mich, seit ich von den „Wollfestivals“ erfahren habe: Der Unterschied zwischen Wolle und Garnen wird komplett ignoriert. Im Ausland dagegen: Nach Wolle gefragt, bekommt man auch Wolle – und zwar Rohwolle direkt vom Schaf. Im Handarbeitsgeschäft heißt es ja auch „Nähgarn“ und nicht „Nähwolle“, oder?

Und so weiter und so fort. Toll war es !
Catrin Porsiel (verlockend.eu)

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Das war der Wollmarkt

Letztes Wochenende (8.+9.10.) fand der Wollmarkt in Vaterstetten nach zwei Jahren Corona-Pause wieder statt. Der Markt am äußeren Ostrand Münchens, ist Anziehungspunkt für Wollverrückte ebenso wie für Familienausflüge. Von den 130 Ausstellern ordnet der Wollkraut-Redakteur 22 Prozent zu den Wolle-Anbietern, 39 Prozent bieten Filzprodukte oder andere Bekleidungsstücke an und 14 Prozent versorgen die Besucher gastronomisch. „Wollkraut“ war unter den 25 Prozent der „anderen Aussteller“.

Die Veranstalter achteten auf ein abwechslungsreiches Angebot. So waren neben Gastronomie auch einige gemeinnützige Vereine und Institutionen sowie Angebote für Kinder zu finden. Mit dem zeitgleich stattfindenden Töpfermarkt auf dem Nachbargelände ergeben sich Synergieeffekte. Mit 15-16tausend Besuchern (rund 20 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung) sind die Veranstalter sehr zufrieden, ebenso die Aussteller. Wir berichten in der Winter-Ausgabe und zeigen dort ein paar Eindrücke. Das Bild hier zeigt die Reithalle.

Dieses Wochenende findet übrigens das Heidewollefest in Schneverdingen statt, bei dem „Wollkraut“ indirekt vertreten ist. Unsere Hefte sind am Merchandising-Stand des Veranstalters zu erstehen.  

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VDL-Bundesschau Schafe 2022

Dieses Wochenende, am 1. und 2. Oktober 2022, findet in der Hessenhalle in 36304 Alsfeld die große Bundesschau Schafe statt. Erwartet werden über 770 Zuchtschafe (183 Böcke und 594 Schafe) von über 40 Rassen aus dem gesamten Bundesgebiet. Laut Veranstalter, der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. in Berlin, ist dies ein Ereignis, wie es seit 20 Jahren keines mehr gab. Der Eintritt ist frei.
Preisrichter werden in vier Ringen in der Hessenhalle die Tiere begutachten und prämieren. Die Bundesschau sei nicht nur Magnet für die Züchter, sondern auch Drehscheibe rund um alle Themen, die die Schafwirtschaft betreffen. Geplant sind unter anderem Vortragsrunden und eine Produktschau rund um die Schafhaltung.

https://www.schafe-sind-toll.com/

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Jubiläen in Haslach

Für Freitag, den 14. Oktober, lädt das Textile Zentrum Haslach ein um gleich drei Jubiläen zu feiern. 52 Jahre Webereimuseum, 30 Jahre Textile Kultur und 10 Jahre Textiles Zentrum. (Das Webereimuseum feiert coronabedingt verspätet Jubiläum.) Informationen zum reichhaltigen Programm gibt es hier.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterstützt ein Shuttle-Service von und nach Rohrbach. Er ist auf die öffentlichen Busse in und aus Richtung Linz abgestimmt. Dafür bedarf es verbindlicher Anmeldungen bis 11. Oktober unter 07289 / 72300 oder office@textiles-zentrum-haslach.at

Bild: Textiles Zentrum Haslach

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Welttag des Handspinnens

Peggy Semmelmann macht in ihrer Facebook-Spinngruppe auf den „Welttag des Handspinnens“ (Worldwide Spin In Public Day) aufmerksam. Alle Spinnerinnen unter euch sind aufgefordert, unser schönes Hobby in der Öffentlichkeit zu zeigen und darauf aufmerksam zu machen. Ursprünglich lag der Tag auf dem 17. September. Das Wochenende um diesen Tag ist allerdings besser geeignet.
So trifft sich Peggys Spinngruppe am Sonntag, 18. September im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte in 95447 Bayreuth.

Bild: Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte, Bayreuth

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100 Jahre Weberei Egelkraut

Über die Weberei Egelkraut berichteten wir in Ausgabe 3 auf Seite 47. Dieses Wochenende feiert das Team um Udo van Kolk in 34613 Schwalmstadt-Trutzhain ein tolles Jubiläum. Am Samstag (10.09.) und Sonntag von 11 bis 17 Uhr stehen neben Führungen und Marktständen Verpflegung mit lokalen Produkten und klassische Tänze der Volkstanz- und Trachtengruppe „Schreiberhau“ aus Trutzhain auf dem Programm.

Bild: Weberei Egelkraut

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Auf nach Vaterstetten oder Schneverdingen

Was wäre die Wollgemeinde ohne ihre Märkte? Nach pandemiebedingter Zwangspause startet auch der Wollmarkt in 85591 Vaterstetten am 8.+9. Oktober wieder durch. Im Organisationsteam engagiert sich die nächste Generation und wartet mit Highlights auf: Krönung der Wollkönigin durch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, Ehrung der ersten Organisator-Generation und kulinarische Köstlichkeiten aus der Lamm- und Schafskäseküche. Das Wollkraut-Team ist auch unter den Ausstellern.

Am Folgewochenende, 15.+16. Oktober kommen die Norddeutschen beim Heide-Wolle-Fest in 29640 Schneeverdingen auf ihre Kosten: Der gemütliche Markt findet im „Fun House“ dann bereits zum siebten Mal und mit verschiedenen Workshops statt.

Bild: Wollmarkt Vaterstetten 2021

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Wollgefestet in Blaufelden

Mit 58 Ausstellern und Wolle in Hülle und Fülle war das „3. Hohenloher Wollfest“ am Wochenende nach Ostern ein voller Erfolg. Mit rund 2.500 Besucherinnen und Besuchern konnte an 2019, als das Treffen letztmalig stattfand, angeknüpft werden. Die Veranstalter, Alpakazucht Miessler, boten mit einem 18-köpfigen Messeteam und trotz corona-bedingt sehr geringer Vorbereitungszeit im württembergischen Blaufelden zwei bunte Tage.
Die lange Schlange am Eingang (Bild) und viele, die schon eine Stunde vor dem Beginn um 11 Uhr bereitstanden, sprechen für sich. Einige Fotos davon gibt es in der am 25. Mai erscheinenden Sommer-Ausgabe.

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Haslachs Kursprogramm

Das Textile Zentrum Haslach stellte sein neues Kursprogramm vor. In 5-, 3- und 2-Tages-Kursen wird im Zeitraum zwischen 11. und 29. Juli in A-4170 Haslach  umfangreiches Wissen zu unterschiedlichen textilen Techniken und Gestaltungsverfahren vermittelt. Details zu den Kursen und das Online-Anmeldeformular finden sich auf deren Homepage.
Parallel zur dritten Kurswoche (25.-29.07.) wird eine Experimentierwerkstatt angeboten. Personen aus Design, Handwerk und Kunst können im Zentrum auf einer großen, elektronisch gesteuerten Jacquard-Webmaschine unter professioneller Betreuung ihre eigenen Ideen an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Handwerk und Technik verwirklichen.
Der internationale Webermarkt mit Material- und Garnmesse „Faserzone“ sind für das Wochenende 23./24. Juli 2022 geplant.

Bild: Textiles Zentrum Haslach/Christina Leitner

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„handmade“ wieder da

„Endlich ist es wieder soweit“, freuen sich die Veranstalter der „handmade“. Am 23. und 24. April 2022 findet sie auf dem historischen Nordwolle-Gelände in 27749 Delmenhorst statt. Auf der Ausstellerliste finden sich bereits rund 30 Anbieter aus dem Bereich Fachhandel, Kunsthandwerk und Feinkost. Angekündigt sind auch Workshops – auch für Kinder und Jugendliche – sowie Vorführungen und Ausstellungen.
Bei der Gelegenheit weist die meetCon Veranstaltungs-GmbH auch auf die handmade Ostwestfalen am 11.+12.06.22 in der Ausstellungshalle in 33602 Bielefeld und den handmade-Herbstmarkt am 05.+06.11.22 auf dem Rittergut in 38173 Lucklum hin.

Bild: meetCon