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Come together

Endlich tut sich wieder etwas in Sachen Wollmärkte und Kursen. Die Planung war lange genug extrem schwierig. Noch schreibt Wollknoll im aktuellen Kursprogramm: „Auch in diesem Jahr ist alles etwas anders“. Das Textile Zentrum Haslach hat ebenfalls sein neues Kursprogramm für den Zeitraum zwischen 11. und 29. Juli veröffentlicht. Und die Vorbereitungen laufen allerorten auf Hochtouren.

Angekündigt sind:

Allgäuer Nadelstiche im Eissportzentrum 87561 Oberstdorf am 9.-10. April.
Wollkraut-Macherin Anne-Christin Amlinger thematisiert dort in Workshops: „Kardieren oder Kämmen – Wolle vorbereiten zum Spinnen“ – an beiden Tagen jeweils von 11-12 Uhr und 14-15 Uhr. Siehe hier.

… und am Wochenende 23.-24.April gleich drei:
handmade auf dem Nordwolle-Gelände in 27749 Delmenhorst
Schäfertage mit Schäfermarkt im Freilichtmuseum in 72660 Beuren
3. Hohenloher Wollfest auf dem Alpakahof Miessler in 74572 Blaufelden

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Gepunktete Quadrate

In unserem Magazin finden sich, ebenso wie hier, an allen möglichen Stellen 15 x 15 mm große Quadrate mit Schwarz-Weiß-Muster. Für alle, die sich fragen, was das soll: Es sind „QR-Codes“ – was für „Quick Response“ steht und ursprünglich für die schnelle Teile-Erkennung in der Industrie entwickelt wurde.
Wer QR-Codes noch nie ausprobiert hat, möge sich einen QR-Code-Scanner aufs Handy laden und die Quadrate einlesen. Wollkraut übermittelt mit deren Hilfe den schnellsten Weg zum vorgestellten Produkt, der Seite des Autors oder weiterer Informationen. So vernetzen wir nicht nur Personen und Ideen, sondern auch noch Informationen.
Heise online empfiehlt übrigens unter anderen den QR-Scanner „QR Droid Private“, weil er frei von Werbung sei.

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Gewerkelt für die Weltmeere

Wollkraut_Crochet_Reef.

Traditionelles Häkeln setzt ein Zeichen gegen Umweltzerstörung. Ab Samstag, den 29. Januar 2022, zeigt das Frieder Burda Museum in Baden-Baden ein grandioses Kunstwerk: Die Ausstellung „Wert und Wandel der Korallen“ von den Schwestern Margaret und Christine Wertheim will auf die durch Erderwärmung und Umweltbelastung bedrohten Korallenriffe aufmerksam machen.

Mehr als 40.000 Korallen, von 4.000 international Mitwirkenden gehäkelt, bilden dreidimensionale Koralleninseln, inspiriert vom australischen Great Barrier Reef. Neben dem Hauptmaterial, Wolle, erinnern kunstvoll eingearbeitete Abfallstoffe an die andauernde Verschmutzung der Weltmeere.

Wer sich aufrütteln und von dem einmaligen, 2019 erstmals auf der Biennale in Venedig ausgestellten „Crochet Coral Reef“ (Häkelkorallenriff) faszinieren lassen möchte, hat bis zum 26. Juni dazu Gelegenheit – siehe hier.
Auf dieser Seite finden sich auch Impressionen von der Ausstellung.

Im Vorfeld veröffentlichten die Organisatoren auch die Anleitung zur Fertigung der Häkel-Korallen.

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Fair-Play-Abo, was ist das?

Wollkraut_Abo#3-6

Einige Nachfragen haben uns darauf gestoßen, dass unsere Abonnement-Konditionen einer Erläuterung bedürfen:
Die übliche Masche mit der automatischen Verlängerung gibt es bei uns nicht. Die finden wir nicht korrekt.
Unser Fair-Play-Abo endet grundsätzlich nach 4 Ausgaben. Rechtzeitig vor Ende eines Abos versenden wir eine Erinnerung per E-Mail.
Wer verlängern möchte, meldet sich dann mit seinem Passwort im Shop an (ggf. den Button „Passwort vergessen“ nutzen) und wählt das Anschluss-Abo aus.
Die Porto-Pauschale für alle vier Ausgaben zusammen beträgt bei uns übrigens lediglich 2 € innerhalb Deutschlands, in das EU-Ausland 8 € und Nicht-EU-Ausland 10,22 €.

Apropos: Wer bis zum 11.02.22 bestellt hat, erhält die Frühlingsausgabe zum Erscheinungstag 24.02.22 druckfrisch direkt aus der Druckerei.

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Start im Schäfer-Jahreszyklus

Wollkraut Schafschur

Im November haben wir Catrin Kramer beim Schafe-Hüten begleitet. Die Reportage ist in der kommenden Ausgabe zu lesen. Seit Silvester sind die trächtigen Auen der Kramers nun im Stall. Am Sonntag wurden sie geschoren. Der den Schafhaltern bisweilen unterstellte rohe Umgang mit gequälten Tieren oder blutverschmierte Schafe waren dort nirgendwo zu finden. Stattdessen ging es bei dem Treffen mit viel nachbarschaftlicher Hilfe, einem professionellen Team und zünftiger Bewirtung entspannt und fröhlich einher. Von 7 Uhr an haben die vier nebenberuflichen Scherer binnen fünf Stunden 380 Tiere von ihrer Wolle befreit. Die allermeisten Schafe nahmen die Prozedur mit stoischer Gelassenheit hin und alle widmeten sich gleich anschließend wieder genüsslich der Reduzierung des Heu-Vorrats. Der übliche 24/7-Job in der Wanderschäferei wird dann wieder ab März durch die besonders arbeitsreiche Zeit des Lammens unterbrochen. Vielleicht darf „Wollkraut“ auch wieder live mit dabei sein.

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Video-Tipp

Unter der Regie von Angelika Vogel entstand ein einfühlsamer, 45-minütiger Film über Markus Schnitzler. Der gelernte Metzger ist Schäfer aus Leidenschaft und wurde ein Jahr lang begleitet. Seine 130 Schafe dürfen für drei Monate im Jahr auf einer Alpe auf 50 ha frei leben. Doch ob die Idylle Bestand haben wird ist fraglich. Gezeigt wird auch, dass sich mit der Tiertherapie in einer psychosomatischen Klinik eine neue Perspektive für den Schäfer auftut. Unser Tipp: Mal reinschauen in die Arte-Mediathek unter „Verrückt nach Schafen„.
Bild: arte

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Rohwolle ist kein Verbrechen!

Beim letzten Mal fragten wir danach, ob ihr bereits einmal Rohwolle erstanden habt und ob ihr die EU-Verordnung 1069/2009 kennt. Das hat für Wirbel gesorgt. Einige meinen, dass der Umgang mit Rohwolle für nicht registrierte Verarbeiter*innen aufgrund dieser Verordnung „strafbar“ sei. Das möchten wir hier sofort richtigstellen:
Strafbar sind Gesetzesverstöße. Verstöße gegen Verordnungen sind in der Regel mit Bußgeld belegt, dessen Höhe stark von Risikopotenzial und Vorsatz abhängig ist. Die Sorge der zuständigen Landesbehörden gilt vor allem der „Kreuzkontamination“, weshalb die Registrierung der Betriebe und ausgestellte Handelspapiere im Fokus stehen. Es geht also um Überwachung mittels derer Ansteckungswege nachvollzogen werden können. Das Konzept kennen wir inzwischen hinreichend von Corona.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die auf die Umfrage geantwortet haben! Wir vertiefen das Thema und die Ergebnisse in der Frühlings-Ausgabe mit Erscheinungstag 24.02.22. (Für schnellstmöglichen Bezug bis 11.02.22 bestellen.)

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Crowdfunding für Textil aus Halle

Udo van der Kolk werden wir in der Frühlings-Ausgabe als „Überzeugungs-Weber“ kennenlernen. Aktuell macht er auf ein Projekt aufmerksam:
Eine junge Truppe Textilschaffender möchte in Halle eine Textil-Produktionskette aufbauen – vom Anbau der Faser bis zum fertigen Kleidungsstück, alles „Made in Deutschland“. Das Team hat eine Weberei und ein Mode-Label aber noch zu wenig Geld. Im Crowd-Funding liegen bislang 53 Investitions-Zusagen vor. Die restlichen 60 Prozent des erforderlichen Stammkapital von 27.000 € sollen bis zum 17.12. zusammenkommen.
Siehe: „Mode aus Halle
Bild: Start Next

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Roh soll die Wolle sein oder nicht sein, das ist hier die Frage

Rohwolle (Bild: Wollkraut)

Was ist der Community bekannt davon, wie Wolle abgegeben, behandelt, weiterverarbeitet und -gegeben werden soll?
Euer Wissensstand und Interesse am Thema wollen wir erforschen, denn Detlef recherchiert intensiv zum Thema Rohwolle vom Schaf. Schließlich lautet das Motto der kommenden Frühlings-Ausgabe „reinigen“. Das Wollkraut-Team und zahlreiche Autorinnen arbeiten bereits fleißig daran. (Erscheinungstag ist der 24.02.2022.)

Hier also unsere strikt anonymisierte Umfrage mit vier Fragen und Antworten zum Anklicken.
Hilf bitte mit, dass wir den Nerv auch genau treffen. Und eines sei vorab verraten: Das Thema ist brisant!

Umfrage_Rohwolle_2021-11
1. Frage: Reizt es dich, Rohwolle zu erstehen?
2. Frage: Hast du jemals Rohwolle erstanden?
3. Frage: Ist dir bekannt, dass Rohwolle Restriktionen unterliegt?
4. Frage: Welchen Grund vermutest du hinter den Einschränkungen?